Warenkorb

Harte Anforderungen zwischen Indus und Ganges

Ralf Schneider hat in Indien die extremen klimatischen Bedingungen erlebt.

Die aufstrebende Industrienation Indien ist als interessanter Wachstumsmarkt unter anderem ein wichtiger Exportmarkt für den Maschinen- und Anlagenbau. Die teilweise extremen klimatischen Bedingungen auf dem Subkontinent stellen besondere Anforderungen speziell an die eingesetzte Klimatisierung.

Auch wenn China seit Jahren die mit Abstand wichtigste Rolle unter den Exportmärkten einnimmt, ist speziell Indien für deutsche Maschinenbauer sehr interessant. Eine Reise durch Indien, wie sie Ralf Schneider, der bei Rittal Deutschland für Business Development Klimatisierung zuständig ist, unternommen hat, liefert zahlreiche Eindrücke. Das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde ist geprägt von enormen Gegensätzen: Große Armut in den Slums der Metropolen und einfachste Lebens- und Arbeitsbedingungen in den ländlichen Gebieten stehen im Kontrast zu aufstrebenden Wirtschaftsstandorten mit modernen Industrieunternehmen. Auch das Klima ist geprägt von Kontrasten: Starke Niederschläge während des Monsuns und teilweise extreme Hitze von über 50 Grad sind typisch für große Teile Indiens.

Niederlassungen im Land und Service-Netzwerke sind gefragt

Bei Besuchen auf dem indischen Subkontinent konnte Ralf Schneider Industrieunternehmen der unterschiedlichsten Branchen kennen lernen. Von Brauereien und Zuckerraffinerien über Glashütten und metallverarbeitende Fabriken bis hin zu Automobilherstellern und deren Zulieferern reichte das Spektrum. In vielen Produktionsbetrieben sind dabei Maschinen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern im Einsatz. Um in Indien einen umfassenden Service anbieten zu können, sind die Hersteller oftmals darauf angewiesen, dass auch die Zulieferer im Land mit Niederlassungen und einem Servicenetzwerk vertreten sind.

Klimageräte müssen den Anforderungen gewachsen sein!

Typische Zulieferkomponenten sind dabei Kühlgeräte, die in vielen Maschinen integriert sind und beispielsweise für die Klimatisierung von Schaltschränken sorgen. Allerdings zeigen sich gerade in Indien – das brachten die Firmenbesuche zutage –, überraschend oft Probleme bei der Klimatisierung. Die verwendeten Klimatisierungslösungen verschiedener Hersteller waren in nicht wenigen Fällen den extremen klimatischen Bedingungen vor Ort nicht gewachsen.

Was nicht immer beachtet wird

Die Ursache von Ausfällen oder Überlastungen von Kühlgeräten ist meist schon in der Planungsphase zu suchen. Um die Kühlgeräte richtig zu dimensionieren, sollten sowohl die Kühlleistung als auch die elektrische Verlustleistung der Komponenten im Schaltschrank sowie die klimatischen Umgebungsbedingungen genau bekannt sein. Diese Tatsache muss für eine Maschine oder Anlage, die unter extremen klimatischen Bedingungen wie in Indien eingesetzt werden soll, auf jeden Fall berücksichtigt werden.

Um die Klimatisierung einer Anwendung optimal zu planen, bietet Rittal seinen Kunden die Software Therm an. Diese verfügt über eine einfach zu bedienende Oberfläche, die den Anwender Schritt für Schritt zur richtigen Auslegung der Klimatisierung führt. Die Software führt anschließend die aufwendige Berechnung des Klimatisierungsbedarfs automatisch durch und schlägt die passende Klimatisierungslösung vor.

Definierte Kühlleistung hilft Anlagenbauer

Damit Maschinenbauer und Endanwender sich auf die von den Herstellern angegebenen Kühlleistungen verlassen können, hat Rittal als weltweit erster Hersteller sämtliche Kühlgeräte seiner TopTherm-Serie vom unabhängigen TÜV Nord prüfen lassen. Neben der Kühlleistung bei definierten Bedingungen ist auch die Energieeffizienz der Geräte zertifiziert. Da die Kühlleistung der Geräte auch unter extremen Bedingungen, wie etwa bei einer Umgebungstemperatur von 50 °C angegeben und TÜV-geprüft ist, kann sich der Planer darauf verlassen, dass die Klimatisierungslösung auch unter diesen Bedingungen die notwendige Kühlleistung liefert.