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Friedhelm Loh Group ist industrieller Partner des Gaia-X Programms

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30.10.2019. Gaia-X ist gestartet! Auf dem Digitalgipfel 2019 am 29. Oktober in Dortmund eröffnete das Bundeswirtschaftsministerium das europäische Digital-Großprojekt zur Stärkung der Industrie im internationalen Wettbewerb. Ziel ist der Aufbau einer europäischen Cloud zur sicheren Digitalisierung und Vernetzung der Industrie und als Basis für den Einsatz neuer KI-Anwendungen (Künstliche Intelligenz). Im Boot ist die Friedhelm Loh Group als starkes mittelständisches und global agierendes Unternehmen. Inhaber und Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Friedhelm Loh hat das Großprojekt mit ins Leben gerufen.

Als erste Branche hat die Automobilindustrie eine neue Anforderung an ihre Zulieferer gestellt: Künftig sollen Daten entlang der gesamten Lieferkette verfügbar sein – bei VW über Amazon Web Services, bei BMW über Microsoft Azure. Für die Zulieferer bedeutet das Zugzwang und Risiko: Sie wollen ihren Zulieferstatus nicht riskieren, aber mit ihren 100.000 Fabriken die Kontrolle über ihre Produktionsdaten, damit auch ihr Know-how, behalten. „Wem gehören die Daten?“ wird die zentrale Frage in diesem Kontext – und Datensouveränität zum kritischen Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb.

Zur Stärkung der Industrie und zur Förderung von Lösungen für diese Herausforderungen europäischer Unternehmen, hat Bundesminister Peter Altmaier heute das Projekt Gaia-X offiziell gestartet. Ziel ist es, viele kleine geographisch verteilte Edge Rechenzentren mit offener Cloud-Anbindung aufzubauen, die eine neue Klasse von industriellen Anwendungen ermöglichen. Vorgestellt wurde das Projekt auf dem Digitalgipfel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Dortmund.

Datensouveränität, Echtzeit und Edge Computing

„Die Friedhelm Loh Group hat in den Gesprächen mit dem Bundesministerium unternehmensseitig und aus Sicht der Industrie Gaia-X vorangetrieben. Unser Ziel war es, Edge- und Cloud-Computing für den industriellen Mittelstand zugänglich zu machen und dafür den Weg zu bereiten“, sagt Prof. Dr. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group: „Wir haben mit Kunden und auch in den eigenen Fabriken gelernt, was wichtig für den industriellen Mittelstand ist: Datensouveränität, Echtzeitfähigkeit und die Anbindung an bestehende Cloudlösungen. Diese Expertise haben wir in das Gaia-X-Projekt eingebracht.“

Man kenne die Anforderungen aus der eigenen Praxis beim Aufbau des komplett digital integrierten Rittal Werks in Haiger. „Weil es für unsere Anforderungen noch keine passende Antwort gab, haben wir gemeinsam mit den Startups German Edge Cloud und IoTOS – jüngste Unternehmen der Friedhelm Loh Group – sowie mit Bosch Connected Industry eine Lösung entwickelt. ONCITE ist das erste schlüsselfertige KI-basierte Edge-Cloud-Rechenzentrum zur sicheren, echtzeitfähigen Verarbeitung und intelligenten Analyse von Daten im Produktionsumfeld. „Damit ist eine Lösung von der deutschen Industrie für die deutsche Industrie entstanden – in der Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern wie Fraunhofer, IT- und KI-Spezialisten sowie anderen Unternehmen“, so Prof. Dr. Loh.

„Gaia-X muss ein Erfolg werden!“

Nach der Rede von Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sowie Teilnehmern des Netzwerks Plattform Industrie 4.0 verdeutlichte Prof. Dr. Loh die Sicht des deutschen Mittelstands: „Haben wir Datensouveränität, Echtzeit und Edge Computing im Griff, dann gelingt es uns, die Einführung von Industrie 4.0 in den Unternehmen auf eine ganz neue Basis zu stellen und Wertschöpfungsketten zu installieren und funktionsfähig zu machen, um wettbewerbsfähig zu sein“. Für den Unternehmer sei die Datensouveränität, d.h. die Entscheidungshoheit im eigenen Haus sowie im Netz, eines der großen Themen. Der Unternehmer stellt deutlich heraus: „Wir arbeiten nicht gegen die Unternehmen der Private und Public Cloud, sondern wollen einen Weg, der die Kompatibilität eigener Wege mit bestehenden Cloud-Lösungen in die eigene Entscheidungshoheit überführt.“

Prof. Dr. Loh forderte die Bundesregierung auf: „Die Industrie braucht die Unterstützung des Staates und umgekehrt.“ Über Gaia-X sei genug geredet worden. „Wir müssen es jetzt tun. Wir müssen Beispiele in der deutschen Industrie schaffen. Gaia-X muss ein Erfolg werden! Wir machen es und wir können es – mit der Unterstützung von allen.“

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