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Industrie 4.0 im RIC 2.0

01.12.2020. Die Potenziale der digitalen Transformation live vor Ort und zum Anfassen erleben – die Vorteile des Rittal Innovation Centers (RIC) liegen klar auf der Hand. Aber warum eigentlich auf Haiger beschränken? Diese Frage stellte sich auch Rittal Schweiz. Jetzt hat die Tochtergesellschaft eine kleinere Version des RIC am Standort in Neuenhof eröffnet.

Was uns die Krise lehrt? Die Digitalisierung betrifft immer mehr Menschen und bietet grosse Chancen – sei es in der Schule oder im Beruf. Aber auch die Unternehmen aus dem Steuerungs- und Schaltanlagenbau haben die Wettbewerbsvorteile, die sich aus der Digitalisierung und Automatisierung der industriellen Produktion ergeben, schon lange erkannt. Diese Transformation vollzieht sich jetzt noch schneller. Im RIC zeigen Rittal und Eplan gemeinsam, wie Kunden mit unseren Lösungen ihre Wertschöpfungsketten in Industrie und IT optimieren können. Sie lernen eigene Prozesse besser verstehen, ermitteln Bedarfe für neue innovative Produkte und erfassen die Potenziale der Datendurchgängigkeit über alle Prozesse und Systeme hinweg.

Die Rittal Tochtergesellschaft in der Schweiz hat folglich zu Recht gefragt: Warum sollten wir diese Mehrwerte für unsere Kunden nur am Standort Haiger zeigen? Die Antwort folgte unmittelbar: eine kleinere, aber feine Version des RIC an ihrem Standort in Neuenhof. „Wir sind sehr dankbar für die neuen Trainings- und Innovationsräume hier in der Schweiz“, freute sich Stefan Güntner, Geschäftsführer Rittal Schweiz, bei der Eröffnung. „Hier können wir unseren Kunden die Möglichkeiten von Industrie 4.0 im Steuerungs- und Schaltanlagenbau anschaulich präsentieren und gemeinsam verstehen, wo Bedarfe für Optimierungen bestehen.“

Datendurchgängigkeit zum Anfassen

Im neuen „Zukunftslabor“ können Besucher auf 690 Quadratmetern alle Prozessschritte spezifischer Kundenaufträge von der Vorplanung und Konstruktion mit Eplan Software über die Auswahl und den Ausbau der Rittal Systemprodukte bis hin zur automatisierten Gehäusebearbeitung durchgängig nachvollziehen. Damit stellt das „Mini-RIC“ genauso wie der grosse Bruder aus Haiger den Digitalen Zwilling in den Mittelpunkt der veranschaulichten industriellen Wertschöpfungsprozesse.

Aber wie entsteht der Digitale Zwilling? Und wie wird daraus ein Schaltschrank? Das Schweizer RIC „zeigt“ die Antwort: Nach der Stammdatenpflege mithilfe des Eplan Data Portals und dem Engineering, also der funktionalen Planung mit der Softwarelösung Eplan Electric P8, kann der Kunde mit dem Rittal Configuration System (RiCS) die Konfiguration auf Basis des Rittal Systembaukastens durchführen. Anschliessend erstellt er mit der Software Eplan Pro Panel eine dreidimensionale virtuelle Version des Schaltschranks – also den Digitalen Zwilling.

Von dort gelangen die dazugehörigen Produktdaten in die Fertigung, wo schliesslich der „echte“ Schaltschrank entsteht. Um den Besuchern einen Eindruck von der Datenverarbeitung im Produktionsumfeld vermitteln zu können, hat Rittal Schweiz im RIC das Perforex Bearbeitungscenter BC von Rittal ausgestellt. Mit der vollautomatisierten Maschine lassen sich die Produkte entsprechend der individuellen Anforderungen nachträglich mechanisch bearbeiten – egal ob Kleingehäuse oder Grossschrank. So wird die Digitalisierung industrieller Wertschöpfungsketten dank Datendurchgängigkeit Wirklichkeit.

Innovationsfreude zahlt sich aus

Dass die Kollegen von Rittal Schweiz mit der Idee eines „RIC 2.0“ goldrichtig lagen, beweisen die vielen Erfolge, die sie seit der Eröffnung feiern: Viele Kunden, die das Portfolio von Rittal und Eplan im RIC in Aktion erlebten, nutzen die Automatisierungs- und Softwarelösung jetzt für ihre eigenen Prozesse, allen voran das Perforex Bearbeitungscenter und Eplan Pro Panel. Die Schweizer Pezag AG, Incontrol AG und Elpex AG sind nur einige der namhaften Kunden, die Rittal und Eplan nach eindrucksvollen Live-Präsentationen der digital integrierten Prozesse als Zukunftspartnern vertrauen.

Mit der gemeinsamen Lösungskompetenz unterstützen Rittal und Eplan aber nicht nur ihre Kunden bei der Definition individueller Optimierungspotenziale, sondern stärken gleichzeitig auch die Marktausschöpfung in der Schweiz. „Unser Ziel ist es, dem Schweizer Markt Produkte und Lösungen zur Effizienzsteigerung anzubieten und die marktführende Positionierung von Eplan und Rittal weiter auszubauen. Dabei nimmt das RIC eine entscheidende Rolle ein“, sagte Stefan Güntner mit Blick auf die Zukunft. „Trotz der aktuellen Herausforderungen sind wir mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden. So kann es weitergehen.“