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„Wie werden Tragschienen richtig geerdet?“

Diese Frage wird von Maschinen- und Anlagenbauern oft gestellt. Etwa dann, wenn elektrische Komponenten im Schaltschrank auf Hutprofilschienen, die z. B. auf Montageplatten befestigt sind, aufgerastet werden.

DIN EN 61439-1/-2 und DIN EN 60204-1 geben die Antwort. Danach werden elektrisch leitende Konstruktionsteile als Teil der Schutzleiterverbindung nur dann zugelassen, wenn die Grundanforderungen der dauerhaft, gut leitenden und ausreichend stromtragfähigen Verbindung gegeben sind. Sind diese erfüllt, kann die Tragschiene über ihre Befestigung mit dem großflächigen Kontakt auf einer metallisch blanken Montageplatte, oder auch über die Befestigungsmittel (Haltewinkel, Distanzbolzen, etc.) bei einer Befestigung am Schranksystem (Gerüst, Ausbauschienen, etc.) ausreichend mit dem Schutzleiter verbunden sein. Dabei bedeuten:

  • dauerhaft: Die Kontaktstellen sind unter mechanischen Belastungen gegen Lösen gesichert und gegen Oxidation/Korrosion geschützt
  • gut leitend: Ein gemessener Widerstandswert zwischen dem Kontakt der Komponente auf der Hutschiene und dem Schutzleiteranschlusspunkt des äußeren Schutzleiters beträgt < 0,1 Ohm
  • ausreichend stromtragfähig: Muss im Kontakt-/Verbindungsquerschnitt einem erforderlichen separaten Kupfer-Schutzleiter entsprechen

Autor: Hartmut Lohrey, Leiter Marketing Training/Support