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Stadtwerke Schönebeck: Innovatives Klimakonzept für Rechenzentrum spart mehrere Tausend Euro im Jahr

Die Stadtwerke Schönebeck versorgen die 32.000 Einwohner der Stadt und dem Umland mit Strom, Gas, Wasser und Wärme. In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung der IT-Systeme für die Stadtwerke zugenommen. Auch Zukunftslösungen wie Smart-Metering und die fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsabläufen machen es notwendig, einen ausfallsicheren IT-Betrieb zu realisieren. Die IT-Umgebung hat daher eine hohe Bedeutung für die Versorgungssicherheit der etwa 17.000 angeschlossenen Haushalte sowie der Gewerbe- und Industriekunden.

„Wir setzen bereits seit vielen Jahren erfolgreich die Rittal Produkte in unserer IT-Umgebung ein. In dem aktuellen Projekt unterstützten uns die Experten von Rittal mit ihrem ausgezeichneten Fachwissen und ihrer langjährigen Erfahrung, sodass wir unsere Ziele erreicht haben, die Hochverfügbarkeit des Rechenzentrums zu sichern und die Klimakosten zu verringern.“ Thomas Heinemann, Leiter IT, Stadtwerke Schönebeck

Moderne Energieerzeugung

Ein im Jahr 2014 gestartetes Modernisierungsprojekt sollte helfen, die Klimatechnik und Energieversorgung zu verbessern und damit die Ausfallsicherheit zu erhöhen und Kosten zu senken. „In der Energiewirtschaft wird der Einsatz von IT-Systemen weiter zunehmen. Wir müssen daher die Ausfallsicherheit der Systeme weiter steigern und gleichzeitig den laufenden Betrieb günstiger gestalten“, erklärt Thomas Heinemann.

Zu den Besonderheiten der Stadtwerke Schönebeck zählt die eigene Energieerzeugung über Blockheizkraftwerke (BHKW) sowie die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), beispielsweise für Fernwärme. Mit einem ausgefeilten Konzept ist es den Stadtwerken gelungen, die thermische Energie aus der Kraft-Wärme-Kopplung eines eigens zu diesem Zweck errichteten Blockheizkraftwerks ganzjährig zur Kühlung der IT und zur Erwärmung der Gebäude zu verwenden.

Kühlgeräte arbeiten direkt an der Wärmequelle

Im Rechenzentrum werden zur direkten Kühlung der Racks die integrierten Luft/Wasser-Wärmetauscher LCP Inline (Liquid Cooling Package) von Rittal mit Hochleistungswärmetauscher genutzt. Diese Klimatisierungsgeräte lassen sich innerhalb der Serverrack-Reihen montieren und liefern eine maximale Kühlleistung von bis zu 30 kW.

Die sechs im Rechenzentrum verbauten TS IT Racks von Rittal sind mit herkömmlichen Server- und Netzwerkkomponenten ausgebaut.

Eine clevere Lösung geschaffen

Um die Sicherheit der Anlage zu steigern, wurde die Brandmelde- und Löschanlage Rittal DET-AC III in den Racks verbaut. Diese Lösung erkennt austretende Dämpfe und erste Rauchentwicklung sehr frühzeitig und gibt Alarm noch bevor die Rauchmelder der Haustechnik reagieren. Sollte es zu einem beginnenden Brand kommen, entzieht das ausströmende Löschgas Novec 1230 die Wärme, sodass es nicht zu einem Feuer kommen kann.

Entstanden ist eine hocheffiziente Gesamtlösung, die den Energieeinsatz im Rechenzentrum für Klimatisierung und Strom optimiert und hierbei auch den Bedarf an Gebäudewärme berücksichtigt. Nach Schätzungen der Stadtwerke ergeben sich Einsparungen an den Betriebskosten für Gebäude und Rechenzentrum von 5.000 Euro im Jahr. Die neue Klimatechnik, die erneuerte Energieverteilung in den Racks sowie zusätzliche Sicherheitstechnik und das Monitoring sind wichtige Komponenten, mit denen die Stadtwerke ihre Ziele erreicht haben, die Ausfallssicherheit zu erhöhen und die IT-Betriebskosten zu senken.