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Ceratec: Mit 3D auf dem Weg zu Industrie 4.0

Alle Schränke, die in der Ceratec-Fertigung produziert werden, werden inzwischen mit Eplan Pro Panel konstruiert.

Optimierungen der Produktion im Rahmen von Industrie 4.0 sind in aller Munde. Auch das Management-Team des belgischen Unternehmens Ceratec hat sich entschieden, den Weg in Richtung Industrie 4.0 einzuschlagen. In den Abteilungen Elektrotechnik und Steuerungsbau des Mittelständlers wurden verschiedene Optimierungsmöglichkeiten und Maßnahmen untersucht. Diégo Gekiere, Abteilungsleiter Elektrokonstruktion bei Ceratec nennt eine der ersten Maßnahmen: „Die Schaltschrankprojektierung haben wir auf Eplan Pro Panel umgestellt.“ Im Rahmen dieser Umstellung wurde die ganze Bibliothek für die 3D-Konstruktion erweitert, so dass im Anschluss praktisch alle Schaltschränke direkt in 3D entwickelt werden können. „Bei der Arbeit mit Eplan Pro Panel investieren wir zwar etwas mehr Zeit in das Engineering und die Schaltschrankentwürfe, aber bei der mechanischen Vorbereitung der Schaltschränke holen wir das wieder rein“, ist Gekiere von den Vorteilen überzeugt.

Durch die Umstellung auf 3D hat Ceratec herausgefunden, wie wichtig die Qualität der Konstruktionsdaten ist. Wenn etwa bei Lüftern oder Kühlgeräten alle Einzelheiten bereits vor der Montage hinterlegt sind, lassen sie sich direkt in die 3D-Planung integrieren. „Es ist großartig“, sagt Gekiere, „dass wir die Konstruktion jetzt zuerst auf einem Bildschirm in 3D überprüfen können.“ Dies geschieht gemeinsam mit den Kollegen vom Engineering und aus der Elektrowerkstatt.

„Die 3D-Planung bringt uns eine erhebliche Zeitersparnis und reduziert Fehlerquellen.“

Diégo Gekiere, Abteilungsleiter Elektrokonstruktion, Ceratec

Pro Panel Daten für die Fertigung

Alle Schränke, die in der Ceratec-Fertigung produziert werden, werden inzwischen mit Eplan Pro Panel konstruiert. Ein weiterer Vorteil entsteht dadurch, dass zusätzlich in ein Perforex Bearbeitungscenter aus dem Produktportfolio von Rittal Automation Systems investiert wurde, auf dem Gehäuse und Montageplatten mechanisch bearbeitet werden. Um das Bearbeitungszentrum anzusteuern, können die Konstruktionsdaten aus Eplan Pro Panel direkt verwendet werden. Nachdem alles in Eplan Pro Panel konstruiert wurde, stehen die Daten sofort zur Verfügung, um die Gehäuse mit den erforderlichen Montageöffnungen zu versehen. Das gilt auch für die Informationen zu den Bohrlöchern und Gewinden auf der Montageplatte. Die Arbeitsschritte Bohren, Fräsen und Gewindeschneiden erledigt die Perforex vollautomatisch. Anschließend sind die Schränke für den Einbau aller Komponenten perfekt vorbereitet. „Auf diese Weise bearbeiten wir die Schränke effizient und ergonomisch“, erklärt Gekiere. Die Investition hat aber nicht nur die Effizienz in der mechanischen Bearbeitung deutlich erhöht, sondern die technisch geschulten Mitarbeiter in der Werkstatt haben mehr Kapazitäten für andere Tätigkeiten.

Thermische Berechnung inklusive

Die Digitalisierung bietet noch viele weitere Vorteile: So kann in Eplan Pro Panel auf Basis der Daten aus dem Eplan Data Portal auch die thermische Berechnung für den Schaltschrank durchgeführt werden. Und wenn die Berechnung über die Rittal Therm-Software erfolgt, kann der Lüfter oder das Kühlgerät in Eplan Pro Panel importiert und direkt am Schrank positioniert werden. Und weitere Schritte in Richtung Industrie 4.0 sind bei Ceratec schon in Arbeit. Mit der Autorouting-Funktionalität kann Pro Panel auch Daten für die Kabelkonfektionierung bereitstellen. Damit können die Drähte und Leitungen automatisch abgelängt, abisoliert, gecrimpt und beschriftet werden. „Dadurch sparen wir auch bei der Verkabelung der Schaltschränke viel Zeit“, ist Gekiere überzeugt.