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IT versus OT in der Industrie

„OT wird die neue IT“, lautet ein aktuelles Schlagwort. Was ist OT? Das neue Buzzword bedeutet Operational Technology und gehört zur Welt der Produktion. OT steuert Ventile, Pumpen und CNC-Maschinen. Gartner definiert Operational Technology als „Hardware und Software, die durch direkte Überwachung und/oder die Kontrolle physischer Geräte, Prozesse und Events im Unternehmen Änderungen erkennt oder selbst vornimmt.“ (Quelle: www.gartner.com/it-glossary/ )

IT und OT – das waren früher getrennte Welten, doch nun wachsen sie zusammen. Dieser Prozess wirft gravierende Fragen auf: Wie gut kommen IT und OT miteinander aus? Welche Akteure bestimmen die Entwicklung? Und wie schauen die Resultate aus?

Die Publishing-Initiative DatacenterDynamics (DCD) suchte Antworten auf diese Fragen und führte von Mai bis Juli 2017 eine Umfrage unter 60 Industrieunternehmen durch, weltweit angelegt, mit einem Schwerpunkt auf Europa. Die Umfrage sollte ermitteln, wie sehr die Produktion bereits digitalisiert ist. Dabei spielt die Zusammenarbeit zwischen IT und OT eine entscheidende Rolle: Intensive Kooperation bedeutet einen hohen Grad an Digitalisierung und Automatisierung.

Umfrage unter Betrieben

Die Ergebnisse von DCD zeigen eine typische Schieflage. Eine Minderheit von etwa 20 % integriert die IT weitgehend in ihre Produktionsprozesse, sieht darin auch klare Vorteile und verfügt offenbar über einen Fahrplan für eine digitale Strategie. Am anderen Ende des Spektrums gibt es einen größeren Anteil von 30 %, der nur sehr begrenzte Fortschritte in Richtung Digitalisierung macht. Diese Betriebe drücken eine zurückhaltende Einstellung aus und pflegen eine weniger enge Zusammenarbeit von IT und OT.

Keine Spezialisten

Spezialisten, die für die digitale Transformation in der Produktion verantwortlich wären, kann DCD nicht wirklich erkennen. Der Prozess scheint innerhalb der bestehenden Strukturen zu erfolgen.

Schlüsselfaktor Daten

Wo ist die Zusammenarbeit zwischen IT und OT „immer wichtig“? Da werden zwei Bereiche besonders oft genannt: Um Kundenanforderungen zu erfüllen“ und „um die Analysen und Auswertungen zu verbessern“.

Der Punkt „Analysen“ deutet darauf hin, dass die Industriebetriebe ihre Daten zunehmend als Schlüsselfaktor für CRM und Business Intelligence begreifen. Als wesentliche Treiber für die Integration der IT in die Produktion gelten der effizientere Einsatz von Ressourcen und Material, eine höhere Sicherheit, die Reduktion von Produktionsfehlern und Kostenvorteile. All das zeigt eine starke Betonung der Kostenseite. Andere Treiber wie die Skalierbarkeit der Fertigung oder die Möglichkeit, Stücke einzeln nach Kundenwunsch zu fertigen, haben dem gegenüber weit weniger Gewicht.

 

Kooperation bestimmt die Zukunft

Ein Teil der befragten Unternehmen, in einer Spannweite von 29 % bis 37 %, hat bisher noch nicht mit der Digitalisierung der Prodktion begonnen. Dem gegenüber stehen ungefähr 15 % bis 29 %, die ihre Produktionsprozesse vollständig automatisiert oder digitalisiert haben. Die Prozesse, die am häufigsten digitalisiert wurden, sind die Kontrolle der Effizienz in der Produktion und die Qualitätskontrolle. Als Werkzeug dafür dienen beispielsweise Sensor-Systeme – keine radikale Neuerung. Innovativere Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und fortgeschrittene IoT-Systeme bleiben vorerst noch Zukunftsmusik.

Es herrscht jedoch Übereinstimmung, dass Informationen und Analysen künftig ebenso wichtig sind wie das Produkt selbst; dass die Digitalisierung der einzige Weg ist, um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen; und dass die Produktion der Zukunft von der Kooperation genauso bestimmt wird wie von der Technologie.

Laden Sie sich hier die gesamten Ergebnisse der Studie herunter (PDF): Download

Themenbereich "Manufacturing" der DataCenter Dynamics: Mission Critical IT on the Factory Floor - Exploring the Industrial Edge; Chapter 5: IT vs OT: Online lesen

 

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