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Druckerei Gugler: Das Öko-Rechenzentrum

Nicht nur das Biotop vor dem Druckereigebäude ist ökologisch, der gesamte Produktionsprozess inklusive des neuen Rechenzentrums von IT-Leiter Josef Lahmer ist auf Umweltschutz optimiert.

Bei der Druckerei Gugler bedeutet nachhaltiges Agieren mehr als Bio-Essen in der Kantine. Am Standort in Melk zeigt sich, wie das Unternehmen seiner ökologischen Verantwortung in einem Gesamtkonzept gerecht wird, das auch das neue Rechenzentrum mit einschließt.

Gesetzliche Vorgaben und CSR-Richtlinien sorgen dafür, dass sich immer mehr Unternehmen ihrer ökologischen Verantwortung bewusst werden müssen. Anders die Druckerei Gugler aus Melk. Die hatte keinen Anstoß von außen nötig, um ihren Betrieb nachhaltig, effizient und ressourcenschonend zu führen. Anfang September 2017 feierte Gugler die Eröffnung von Österreichs erstem recycelbaren „Cradle to Cradle“-inspirierten Plusenergie-Gebäude. Im Zuge des Neubaus wurde auch ein neues Rechenzentrum errichtet, das seit März 2017 in Betrieb ist.

Neuer Serverraum
Schon im Herbst 2016 hat IT-Leiter Josef Lahmer Rittal mit der Detailplanung beauftragt. Das Ergebnis ist ein Raum mit zwei TS IT Schränken und einem Liquid Cooling Package (LCP) Inline CW. „Es war klar: Wir wollen kein Splitklimagerät, sondern etwas Nachhaltiges“, erklärt Josef Lahmer. Das Rittal LCP Inline CW wurde zwischen den beiden Racks eingebaut, sodass sich beide IT-Schränke mit einem Klimagerät kühlen lassen. Die warme Luft wird aus dem warmen Gang an der Geräterückseite angesaugt und gekühlt nach vorne in den kalten Gang ausgeblasen. Ein Doppelboden ist bei diesem Produkt nicht notwendig. Das LCP Inline CW lässt sich durch die dynamische kontinuierliche Regelung des Kaltwasser-Volumenstroms optimal anpassen. Durch die Nutzung hoher Wasservorlauftemperaturen wird der Anteil der indirekten freien Kühlung gesteigert, wodurch sich die Betriebskosten reduzieren. Das LCP Inline CW erreicht eine Kühlleistung von bis zu 30 kW auf einer Grundfläche von nur 0,36 m².

Prämiertes Monitoring
Überwachung und Monitoring sind bei Gugler selbstverständlich ein wichtiges Thema. „Wir überwachen an die 250 Netzwerkknotenpunkte mit Icinga2. Das CMC III von Rittal hat sich hier nahtlos in unser System integriert. Das war ein wichtiges Kriterium für uns“, bekennt Josef Lahmer. Das CMC III ist ein intelligentes Monitoringsystem, das mittels Sensoren unterschiedliche Umgebungswerte misst. Es besteht aus einer zentralen Steuerungseinheit, der Processing Unit (PU), die mit den verschiedenen Sensoren, die beispielsweise Tempera-tur und Feuchte im Schrank erfassen, interagiert. Im Herbst 2016 errang das CMC III bei der funkschau-Leserwahl in der Kategorie Datacenter-Monitoring/-Management den ersten Platz.

www.gugler.at

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Word Rap – Josef Lahmer antwortet

1. Was sind die Themen der kommenden zwölf Monate?
Datenschutz ist immer ein Thema. Und die Cloud. Manche Kunden haben Anforderungen an redundante Kühlung, redundante Stromversorgung etc., die im eigenen Rechenzentrum nicht erfüllt werden können. Da ist es wichtig, dass man zum richtigen Partner die richtige Verbindung hat.

2. Was ist die größte Herausforderung als IT-Verantwortlicher?
Man muss einen guten Weg zwischen Sicherheit/Security und auch der User Experience finden. Man kann sehr viel machen, aber für den User ist das dann vielleicht gar nicht mehr praktikabel oder interessant. Als Techniker muss man schon auch den Bezug zum Anwender haben. Das ist immer eine Herausforderung.

3. Was macht Ihnen Spaß an der Arbeit?
Die abwechslungsreiche Arbeit. Ich bin zu rund 20 % IT-Leiter und zu 80 % operativ tätig. In meinem Team macht jeder von allem ein bisschen was, da schlüpft ein Mitarbeiter auch mal in eine Leitungsrolle. Mir macht es Spaß, wenn man sieht, wie die Kollegen an manchen Projekten wachsen.