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Gesunde Systemverfügbarkeit für TILAK in Tirol

Romed Giner, Leiter der Abteilung Informationstechnik der Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH, legt hohen Wert auf eine gute IT-Infrastruktur.

Krankenhäuser sind immer in Betrieb. Dazu ist nicht nur ein Stab an medizinischem Personal sondern auch eine funktionierende EDV nötig. OP-Dokumentationen, Patientenmanagement, medizinische Spezialsysteme u. v. m. werden im neuen Rechenzentrum der TILAK in Hall in Tirol bestens verwaltet. Neben der Systemverfügbarkeit standen beim Neubau die Energieeffizienz und die modularen USV-Systeme von Rittal im Mittelpunkt. Durch die Verwendung von Brunnenkälte können bis zu 50 % der Kosten im Vergleich zur mechanischen Kühlung eingespart werden.

Was hat ein Krankenhaus mit einem Rechenzentrum zu tun? Auf den ersten Blick natürlich nicht allzu viel. Jedoch ist modernste Informationstechnologie aus dem Gesundheitsbereich nicht mehr wegzudenken. Das Ziel der Abteilung für Informationstechnologie der TILAK, der Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH ist die bestmögliche Unterstützung der Arbeitsabläufe in Medizin, Pflege und Verwaltung. „Wir haben einen sehr hohen Durchdringungsgrad und die Informationssysteme müssen permanent zur Verfügung stehen. Dazu gehören das Patientenmanagementsystem, das Klinische Informationssystem, das OP-Dokumentationssystem, die Medizinischen Bildverarbeitungslösungen und die Betriebswirtschaftlichen Anwendungen. In vielen medizinischen Abteilungen und Bereichen werden darüber hinaus Spezialsysteme eingesetzt. Deswegen legen wir hohen Wert auf eine gute IT-Infrastruktur“, erklärt Romed Giner, Leiter der Abteilung Informationstechnik. Deshalb wurde jetzt ein neues Rechenzentrum in Hall in Tirol errichtet, das den hohen Anforderungen an die IT gerecht wird.

Effizienter Neubau
Ein kleiner Brand vor drei Jahren in einem unterirdischen Versorgungsgang in Innsbruck und die sich daraus ergebende Verzögerung des weiteren reibungslosen Betriebes durch die Dauer der Klärung durch Sachverständige und Wiederinstandsetzung hat Giner auf die dringende Notwendigkeit eines zweiten Rechenzentrums gebracht: „Wir brauchten ein zweites Rechenzentrum – nicht nur zur Erhöhung der Systemstabilität, sondern aus Katastrophenschutzgründen.“ Ein eigenes Gebäude mit ausreichend Platz, außerhalb des Hochwasserbereiches, eine vernünftige Energieanbindung und eine gute Anbindung an das Datennetz, das waren die Rahmenbedingungen. Erfüllt hat all diese Punkte ein Areal des Psychiatrischen Krankenhauses in Hall in Tirol. „Während der Planungsphase haben wir einen Partner gefunden, der ebenfalls einen zweiten Rechenzentrumsstandort haben wollte. Daher haben wir auf 400 m2 Rechnernettofl äche erweitert“, erzählt Romed Giner. Von dieser Fläche nützt die TILAK ca. 160 m2. Die übrige Fläche teilen sich ein Rechenzentrum und diverse andere Landesinstitutionen. Bei der Ausstattung der IT-Strukturen wie Racks, Klimatisierung und USV hat sich die TILAK Rittal als bewährten Partner ins Boot geholt. „Rittal ist bereits seit vielen Jahren Partner der TILAK. Und ein großer Teil unserer Zufriedenheit ist die Produktkontinuität, Qualität und Betreuung. Über Jahre erhält man Zubehör und man kann die Systeme jederzeit erweitern. Das ist der große Vorteil von Rittal“, so Giner.

Mit Brunnenkälte Geld sparen
„Heutzutage kann man kein Rechenzentrum bauen und nicht an die Energieeffizienz denken. Vor zehn Jahren stand mehr die Klimatisierung an sich als die Energieeffizienz im Vordergrund. Aber durch die steigenden Lasten ist sie immer mehr Thema geworden. Und bei einem Neubau versucht man natürlich so energieeffizient wie möglich zu bauen“, beschreibt Giner seine Gedanken zur Klimaplanung. Und die sind zu gleichen Teilen ökologischer wie ökonomischer Art. In Hall konnte man auf Grund ausreichend vorhandenen Brunnenwassers vollständig auf eine mechanische Kühlung verzichten, im Winter wird das System durch Free Cooling ergänzt. Und das bringt eindeutig Kostenvorteile so Giner „Wir kühlen 2/3 im Jahr mit Brunnenkälte und 1/3 mit Free Cooling. Und wenn man rechnet, dass die Brunnenkälte rund die Hälfte der mechanischen Kälte kostet und das Free Cooling ca. ein Viertel, muss man diese Techniken einfach nützen.“ Als einer der ersten Liquid Cooling Kunden von Rittal setzt die TILAK auch im neuen Rechenzentrum auf die Rack basierte Klimatisierung LCP, mit der bis zu 20 kW pro Rack abgeführt werden können. Giner: „Wir verbauen pro Rack drei Bladecenter mit einer durchschnittlichen Wärmeabfuhr von 15 kW. Das ist so die beste Lösung.“

Individuelles USV-Konzept
Kein hochverfügbares Rechenzentrum kommt ohne eine USV aus. Durch den Einsatz von Geräten mit einem hohen Wirkungsgrad können erhebliche Einsparungen erreicht werden. Um die Leistung den bestehenden und kommenden Anforderungen anpassen zu können, hat man sich in Hall für eine modulare USV von Rittal entschieden. Ausgelegt auf den Vollausbau mit maximal 400 kW, eignet sich die 3-phasige PMC 200 perfekt. Sie gewährleistet durch die Kombination von Modularität (flexible, unbegrenzte Skalierbarkeit und Redundanz) und Dezentraler Parallelarchitektur DPA (redundanter Schutz ohne „Single Point OF Failure) eine hohe Verfügbarkeit. Zweimal 240 kW sichern die Stromversorgung in Hall ab.

Perfekte Dateninformation
Die Überwachung des reibungslosen Ablaufs im Rechenzentrum ist in den letzten Jahren zu einer immer größeren Herausforderung für die Systemadministratoren geworden. Eine Vielzahl an Komponenten muss überwacht werden. Doch oft liegen den Verantwortlichen keine ausreichenden Informationen vor. Diese Lücke schließt eine neue Software von Rittal, die sich – gemeinsam mit Microsoft entwickelt – an den Microsoft System Center Operations Manager anbinden lässt. RiZone ermöglicht es, eine Verbindung zwischen Applikationen und Servern auf der einen und der IT-Infrastruktur auf der anderen Seite zu schaffen. Für Romed Giner eine wichtige Thematik: „Man kann schneller reagieren und verschiedene Thematiken über längere Zeit überwachen und kontrollieren.“