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Agrana: Von der Rübe bis zum Strom

In der Schaltanlage gibt es zwei Mittelspannungssysteme mit 6 kV und darunter gelagert 31 Verteiltransformatoren, die die Energie von 6 kV auf 400 V umwandeln

Die Erneuerung der elektrischen Anlagen steht bei der AGRANA Zucker GmbH in Tulln außerhalb der Produktionszeiten im Vordergrund. Die Planung der Niederspannungshauptverteilung und der Kompensationsanlagen hat Rittal übernommen.

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Von September bis Jänner laufen die Turbinen und Dampfkesseln auf Hochtouren. Denn dann gilt es im Tullner Werk der AGRANA Zucker GmbH täglich aus rund 13.000 Tonnen Rüben Zucker zu gewinnen und in den Silos zu lagern. Aber auch außerhalb dieser Spitzenzeiten steht das Tullner Werk nicht still. „Jetzt ist die Zeit für Revisionsarbeiten. Dazu gehört auch die Erneuerung unserer elektrischen Anlagen“, erzählt Anton Lechner, Leiter Elektrotechnik im Unternehmen. Im Laufe der Zeit hat sich eine Menge an elektrotechnischer Ausstattung unterschiedlichster Standards angesammelt. Teilweise findet man hier noch Stromversorgung in offener Bauweise. „Im Grunde tauschen wir laufend aus und erneuern die seit gut 60 Jahren bestehenden Anlagen“, beschreibt Lechner einen Großteil der Revisionsarbeiten.

Problemlose Anlagenplanung
Für den Austausch der Niederspannungshauptverteilung (NSHV) hat sich die AGRANA fachkundige Unterstützung beim Systemspezialisten Rittal geholt. 2013 wurden drei Anlagen inkl. Kompensationsanlagen ausgetauscht bzw. neu errichtet. Aber nicht nur die kompetente Unterstützung bei der Planung war für Lechner die Zusammenarbeit mit Rittal ausschlaggebend, sondern auch die perfekte Dokumentation nach EN 61439.

Gelungene Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit mit Rittal bezeichnet Lechner als problemlos und verwendet dafür das Stichwort Plug & Play „Wir haben alles angeschlossen, eingeschalten und es ist gelaufen“, sagt Lechner. Außerdem habe man sich für die Modulbauweise der Kompensation entschieden um nachrüsten zu können. Dank dem TS-8-System ist die Anreihung an bestehende Schaltschrankreihen einfach möglich und auch die Erweiterung in Schränken, in denen Modul-Reserveplätze vorgesehen sind, ist jederzeit machbar. Mit den drei realisierten Kompensationsanlagen ist das Projekt natürlich noch längst nicht abgeschlossen. „Wir haben rund 31 Verteiltransformatoren, das bedeutet, wir haben auch 31 Kompensationen im Einsatz. Und da passiert es immer wieder, dass einzelne ältere Stufen ausfallen bzw. kaputt werden. Und die werden natürlich sukzessive ersetzt, ebenso die Hauptverteilungen. Es gibt also einiges zum Umbauen. Das ist wahrscheinlich noch ein Zehnjahresplan“, wagt Lechner einen Blick in die Zukunft.