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Rechenzentrum mag man eben

Wolfgang Reimitz, CIO und CPO und Richard Feiertag, verantwortlich für IT- und Netzwerkbetrieb bei Manner haben sich wegen der Kosten- und Energieersparnis für eine Klimatisierung über Kaltgang-Schottung entschieden.

Im Zuge des Neubaus der Manner-Zentrale in Wien, entstand auch ein neues Rechenzentrum für den Schnitten-Hersteller. Racks und die Klimalösung stammen von Rittal.

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Ein feiner Duft von Schokolade liegt in der Luft. Zusammen mit dem markanten Geruch von Braugerste zählt der Kakaogeruch zu den interessantesten Merkmalen an der Bezirksgrenze Hernals – Ottakring.. Hier wird seit mehr als 100 Jahren unter anderem die beliebte Manner Schnitte hergestellt, eine Ur-Wiener Köstlichkeit, die das Bild des Stephansdomes als Schutzmarke auf jeder seiner rosa Verpackungen führt. Aktuell investiert das Traditionsunternehmen kräftig in den Wiener Produktionsstandort. Rund 40 Millionen Euro sollen in den nächsten drei Jahren noch in das Areal in Hernals fließen und so den Standort langfristig sichern. Im November 2013 wurde die erste Phase mit der Einweihung das neue Bürogebäude in der Geblergasse abgeschlossen.

Ohne IT keine Produktion
Ebenfalls gesichert wurde, wenn auch nur indirekt, die Produktion durch den Neubau des Rechenzentrums. „Die IT ist für die Produktion lebenswichtig“, erklärt Wolfgang Reimitz, CIO und CPO des Unternehmens „Im Prinzip benötigen wir eine annähernd 100%ige Verfügbarkeit.“ Das gilt vor allem auch für die Dokumentation in der Produktion. „Ein ganz wesentliche Anforderung in der die Nahrungs- und Genussmittelindustrie ist die Rückverfolgbarkeit. Das heißt: wir müssen bei jedem Packerl Schnitten, das im Handel und beim Konsumenten ankommt, nachvollziehen können, welche Charge z.B. an Haselnüssen enthalten ist. Das wäre ohne IT nicht zu gewährleisten.“

Sorgfältig planen
Damit die IT schlussendlich reibungslos arbeiten kann, stehen IT-Verantwortliche bei Neubau oder Erweiterung eines Serverraumes immer vor den gleichen Herausforderungen: Entsprechen die vorhandenen räumlichen Möglichkeiten den Anforderungen für einen sicheren Betrieb, sind nötige Erweiterungen in Zukunft einfach umsetzbar und wie sieht die Energieeffizienz aus? Bei Manner konnte das IT-Team von Anfang an gestaltend mitwirken „Wobei sich die Kreativität durch die baulichen Gegebenheiten rasch wieder relativiert“, merkt Reimitz schmunzelnd an und hält trotzdem fest: „Wir haben jetzt definitiv ausreichend Platz für das Rechenzentrum.“ Der rund 60 m2 große Raum schafft ausreichend Platzreserven für die Zukunft. Bei den Racks und deren Klimatisierung hat Manner sich auf die Spezialisten von Rittal verlassen. Hier kennt man die An- und Herausforderungen an moderne Rechenzentren ganz genau. „Ein optimales Rechenzentrum fängt mit der Planung an. Besonders fatal wirkt es sich aus, wenn an den späteren Leistungs- und Verfügbarkeitsansprüchen vorbei geplant wird“, weiß Andreas Priglhuber, Produktmanager IT bei Rittal Österreich. „Die Definition der gewünschten Leistungsparameter des Rechenzentrums sollte nicht nur Verarbeitungskapazität der Rechner, Speicher und übrigen Systeme umfassen, sondern auch Aspekte wie Klimatisierung, Sicherheit oder komplexe IT-Prozesse.“

Schränke und Racks zukunftssicher dimensionieren
Mit Blick auf die Zukunft und die Anforderungen der Kunden müssen auch die Basis-Infrastruktur aus Netzwerkschränken und Server-Racks geplant werden. Wer zum Beispiel keine ausreichend tragfähigen Server-Racks auswählt, stößt bei den hochkompakten Blade-Systemen der virtualisierten Rechenzentren der Zukunft schnell an Grenzen. Dann ist eine komplette und entsprechend teure Umrüstung fällig. Das gesamte Schranksystem sollte auf Flexibilität und Sicherheit vor unbefugten Zugriffen ausgelegt sein und Anbauten in möglichst viele Richtungen gestatten. Modulare, skalierbare Lösungen, die verschiedene Abmessungen innerhalb einer Serie anbieten, gleichzeitig aber alle gängigen Normen beinhalten, sind hier erste Wahl. Sonst entsteht bei Erweiterungen eine heterogene Umgebung mit allen damit verbundenen Nachteilen. Die sorgfältige Auswahl des Schranksystems garantiert, dass spätere Erweiterungen schnell und kostengünstig ablaufen.

Saubere Trennung – bestmögliche Einstellung
Wolfgang Reimitz und sein Team sind auf alle Fälle mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir sind, was die IT betrifft, hervorragend ausgestattet.“ Dazu gehört neben ausreichend Platz auch die Ausstattung mit 14 Racks, die genügend Platz für Server, USV und Batterien bieten. Bei der Klimatisierung des Rechenzentrums hat sich das Team für eine Kaltgangschottung entschieden. Dabei trennen Tür- und Deckenelemente die warme und kalte Luft im Rechenzentrum. Statt der pauschalen Abgabe von gekühlter Luft in den Raum, wird bei dieser Lösung die erzeugte Kaltluft direkt über den Kaltgang zu den Verbrauchern geführt. Das bedeutet, dass den Servern über die gesamte Rackhöhe gleichmäßig kühle Luft zugeführt wird. Weil sich die Luftströme nicht vermischen können, steigt die Effizienz des Kühlsystems an, mit positiven Folgen für den Energieverbrauch und die Leistungsreserven der Klimatechnik. „Die Kosten- und Energieersparnis war für uns der Hauptgrund, uns für den Kaltgang zu entscheiden und auch ein Pluspunkt für Rittal“, sagt Richard Feiertag, verantwortlich für IT- und Netzwerkbetrieb bei Manner.

Individuell sicher
Überwacht wird dieses System über das CMC (Computer Multi Control), das u.a. bei Überschreitung eines Grenzwertes von Temperatur, Feuchte oder Leckage einen Alarm auslöst und über ein zentrales Störungsmeldesystem den Bereitschaftsdienst informiert. Neben der Überwachung bietet Rittal seinen Kunden auch vielseitige und individuelle Wartungsverträge. Das hat auch Richard Feiertag überzeugt: „Außerdem sind die Wartungskosten günstig und das war kein kleiner Faktor.“