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Was die Digitalisierung bringt: Senioren der Friedhelm Loh Group diskutieren Zukunft

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15.12.2017. Wie sieht die Industrie der Zukunft aus? Was bedeutet 4.0? Und welche Rolle spielt die Digitalisierung für Arbeit und Alltag? Beim Treffen des Seniorenclubs der Friedhelm Loh Group bewegten Zukunftsthemen die ehemaligen Mitarbeiter. Antworten auf spannende Fragen gaben Professor Friedhelm Loh und Oliver Poth, Leiter des zukünftigen Rittal Werks in Haiger. In Herborn sprachen sie über aktuelle Entwicklungen in der Industrie und informierten rund 150 ehemalige Mitarbeiter über die Pläne für die Zukunft von Rittal.

„Die Senioren haben einen erheblichen Beitrag für den heutigen Erfolg der Unternehmensgruppe geleistet“ – mit dieser klaren Botschaft wandte sich Jürgen Graf, Vorsitzender des Seniorenclubs der Friedhelm Loh Group, an rund 150 ehemalige Mitarbeiter der Unternehmensgruppe bei ihrem jährlichen Treffen in Herborn. Sie alle waren der Einladung gefolgt, mit Inhaber Professor Loh, Jürgen Graf und dem Projektleiter des Haigerer Werks Oliver Poth über die aktuellen Herausforderungen von Rittal und die Zukunft der Unternehmensgruppe zu sprechen. Neugierig und begeistert lauschten sie den Vorträgen, freuten sich über die neuen Einblicke und schwelgten auch in gemeinsamen Erinnerungen.

„Mit der Zeit verändert sich vieles. Rittal und seine Schwestergesellschaften stellen sich für die Zukunft auf“, brachte es Professor Friedhelm Loh auf den Punkt und gab seinen ehemaligen Angestellten einen Überblick über die aktuelle Entwicklung in der Industrie: „Heute sind die Maschinen in der Produktion miteinander vernetzt, sie reden miteinander und lernen voneinander. Das ist ein hochspannender Weg, der aber auch eine erhebliche Veränderung von uns allen fordert.“ Die Unternehmensgruppe wachse und wolle in der globalen Entwicklung in Richtung 4.0 vorangehen: „Das bedeutet auch, dass sich Arbeitsplätze, wie man sie früher kannte, verändern und Neue geschaffen werden.“ Den globalen Wettbewerb im Auge zu behalten, sei bei diesen Entwicklungen wichtiger denn je. „Sie haben die Voraussetzungen für das Wachstum geschaffen, das Rittal sich für die nächsten Jahre vorgenommen hat“, dankte Prof. Loh seinen Ehemaligen, und fügte hinzu: „Jetzt gilt es, daraus Zukunft zu machen!“

Einblicke in das neue Werk in Haiger

Oliver Poth stellte die Pläne im Bereich von Digitalisierung und Industrie 4.0 ganz konkret anhand des neuen Rittal Werks in Haiger vor: „Rittal 4.0 wird das Aushängeschild der Unternehmensgruppe“, so Poth. Im kommenden Jahr solle in Haiger das weltweit modernste Werk für die Produktion von Kompaktgehäusen stehen: „Industrie 4.0-Strukturen sind hier die Basis für hocheffiziente Prozesse, sei es in der Produktion, in der Logistik oder in der Kommunikation der Systeme.“

Nach der Eröffnung des Werks im Jahr 2018 sollen auf insgesamt 24.000 Quadratmetern hochautomatisiert rund 9.000 Gehäuse pro Tag gefertigt werden. Die Investition in das Werk in Haiger, in die Modernisierung der Werke in Hof und Rittershausen sowie in Werke weltweit sei die größte in der Unternehmensgeschichte und betrage mehrere Hundert Millionen Euro: „Aber vor allem die Veränderungen in Haiger setzen nicht nur für die Unternehmensgruppe, sondern für die gesamte Industrie neue Maßstäbe“, so Poth.

Blick in die Vergangenheit

Weil zu einem Ehemaligentreffen auch immer die Erinnerungen gehören, nahm schließlich Winfried Becker, ehemalig mitverantwortlich für den Aufbau des Rittal Werks im indischen Bangalore, die FLG Senioren mit zurück in die Jahre 1995 bis 1997: „Das war ein großes Abenteuer und eine Erfahrung fürs Leben in einer ganz anderen Welt“, erinnerte er sich. Mit privaten Fotos gab er einen Rückblick auf die Entstehung des Standorts. Bilder vom Straßenverkehr und Märkten, von Landschaft und Tierwelt, von hinduistischen Tempeln und dem Familienleben auf der Baustelle gaben den Teilnehmern des Seniorentreffens einen Eindruck von Land und Kultur, Arbeitswelt und Rittal in Indien.

Mit vielen Informationen im Gepäck und in anregende Gespräche vertieft ließen die Ehemaligen schließlich den Abend ausklingen. „Es war wie immer ein Fest“, freute sich ein Teilnehmer, als er zu Hut und Mantel griff und den Heimweg antrat.

Der FLG Seniorenclub hat insgesamt 585 Mitglieder. Zweimal im Jahr kommen die ehemaligen Mitarbeiter der Unternehmensgruppe an wechselnden Standorten zusammen, um Neuigkeiten und Erinnerungen auszutauschen. Organisiert wird der Seniorenclub von der Loh Academy, der unternehmenseigenen Weiterbildungseinrichtung der Friedhelm Loh Group.

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