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Reiner Schüler arbeitet seit 50 Jahren bei Rittal in Rittershausen

23.08.2019. Seit 50 Jahren arbeitet Reiner Schüler im Rittal-Werk in Rittershausen als Schweißer. Prof. Dr. Friedhelm Loh dankte ihm letzten Donnerstag in einer Feierstunde für seine Loyalität und Treue und ging gemeinsam mit dem Jubilar und den Feiergästen auf Zeitreise.

Es ist eine Geschichte, die ihres gleichen sucht. Eine Geschichte von einem Mann, der 1969 mit 16 Jahren eine Arbeit sucht und diese bei dem noch jungen Unternehmen Rittal in Rittershausen findet. Bis heute ist er dem Standort treu geblieben und hat miterlebt, wie sich Rittal vom Gründerunternehmen zum Weltmarktführer entwickelte. Der Mann heißt Reiner Schüler und ist seit 50 Jahren Arbeiter im Werk. Prof. Dr. Friedhelm Loh empfing den Jubilar letzten Donnerstag in einer Feierstunde zusammen mit dem technischem Geschäftsführer Carsten Röttchen, Werkleiter Norbert Peter, Personalchef Joachim Homscheid und dem Betriebsratsvorsitzenden Stefan Nadler. Prof. Dr. Loh erinnerte an die Gründerjahre. „Man nannte uns leicht abfällig ‚die Dünnblechbieger‘.“ Damals, in den 60ern, leitete sein Vater Rudolf das Unternehmen. Die Idee vom Standardschaltschrank in Serie setzte sich nicht so schnell durch wie erhofft – das Vertrauen als innovativer Geschäftspartner und sicherer Arbeitgeber musste sich Rittal erst verdienen.

Von Vorurteilen ließ sich Reiner Schüler nicht beirren und trat am 18.08.1969 für 1,50 D-Mark Stundenlohn in das Unternehmen ein. „Ich war so stolz, hier arbeiten zu dürfen.“ Und das ist er bis heute. An den bevorstehenden Renteneintritt Anfang Januar mag der 66-jährige nicht denken. „Mir geht es gut. Es ist ein großes Glück, dass ich täglich herkommen kann und meine Arbeit machen darf“, strahlte der begeisterte Sportler, der darauf hofft, auch als Rentner bei Rittal noch gebraucht zu werden. Kein Wunder, Schüler ist fit wie ein Turnschuh, fährt täglich Rad und sieht wie das blühende Leben aus. Im Betrieb eilt ihm der Ruf als „bester Schweißer“ voraus. Viele junge Kollegen lernen vom Meister seines Fachs und staunen über dessen Schnelligkeit und Präzision. Er startete als Maschinenbediener und wechselte zehn Jahre später in seine heutige Königsdisziplin. Werk und Aufgabe blieb er bis heute treu – genau wie seiner Heimat Ewersbach.

Dank für Treue und Loyalität

Für Prof. Dr. Loh sind diese Treue und Loyalität ein außerordentliches Pfund für das Familienunternehmen, für das er sich bei Schüler mit einem Gutschein für ein E-Bike im Wert von 5.000 Euro bedankte. „Die Gründerjahre waren schwere Jahre für uns. Unser erstes Lieferzentrum war ein Bananenschuppen – ein Bretterverschlag in einem Hinterhof, den ich ohne fremde Hilfe nie gefunden hätte“, erinnert sich er Inhaber an einen Botengang, den er als Wehrpflichtiger für seinen Vater zu erledigen hatte. „Sie haben 50 Jahre Unternehmensgeschichte miterlebt. Die guten und die schlechten Jahre, unvergessliche Familienfeste in Elspe, aber auch schmerzhafte Entscheidungen wie in der Krise 2009. Vier Großschrankgenerationen sind durch Ihre Hände gelaufen – vom ersten Reihenschrank bis hin zum aktuellen VX25.“

Schnell wurde die Feierstunde zur Zeitreise – mit Erinnerungen an die ersten „Fritten“, alte Kollegen und Begegnungen bei Fußball-Spielen. Erinnerungen ohne die Schüler nicht sein will und die ihn mit Rittal verbinden. Und so kehrte Schüler dankbar von Schnittchen und Kaffee an seinen Arbeitsplatz zurück, um das zu tun, was er immer tat: seine Arbeit.