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Bosch Rexroth: 50 Prozent weniger Energieverbrauch

Mit den neuen energieeffizienten Geräten konnte der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden

Der Energiebedarf von Werkzeugmaschinen ist nicht zu unterschätzen. Allein 15 Prozent des Bedarfs entfallen auf die Kühlung des Schaltschranks und der Spindeln. Dass der Energieverbrauch mit den neuen Blue e+ Chillern von Rittal deutlich niedriger ausfällt, hat eine Testinstallation in einer CNC-Drehmaschine bei Bosch Rexroth demonstriert.

„Mit dem Blue e+ Chiller von Rittal verbrauchen wir 50 Prozent weniger elektrische Energie als mit dem alten Rückkühler. Beim Schaltschrankkühlgerät beträgt die Einsparung sogar über 80 Prozent. Das Beispiel zeigt uns, wie groß die Potentiale in vielen Bereichen noch sind.“

Leo Pototzky, Projektleiter GoGreen, Bosch Rexroth

Das Traditionsunternehmen Bosch Rexroth AG betreibt am Firmensitz in Lohr am Main die Energieeffizienz-Beratung GoGreen. Diese hat zur Aufgabe, weltweit Energieeffizienz-Potenziale der firmeneigenen Fertigungswerke zu untersuchen und entsprechende Maßnahmen auszuarbeiten. Dafür arbeitet GoGreen auch mit Instituten und Technologie-Partnern wie Rittal zusammen. Eines der wichtigsten Projekte, an dem GoGreen beteiligt ist, ist das Projekt Eta-Fabrik (Energieeffizienz, Technologie und Anwendungszentrum), das vom Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Technischen Universität Darmstadt geleitet wird. Die Prozesskette, die in der Forschungsfabrik abgebildet ist, stammt vom Rexroth Werk in Elchingen. Folgerichtig wird dort die Umsetzung von Forschungsergebnissen in der Praxis untersucht. Einer von vielen Teilaspekten des Projekts ist die Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen.

Umrüstung von CNC-Drehmaschinen

Im Werk von Bosch Rexroth in Elchingen werden unter anderem Hydraulikpumpen und -motoren für mobile Arbeitsmaschinen produziert. Verschiedene Komponenten für die Hydraulikaggregate werden unter anderem auf einer CNC-Drehmaschine gefertigt. Im Rahmen des Projekts wurde eine CNC-Drehmaschine mit einem neuen Blue e+ Chiller von Rittal nachgerüstet. Die Maschine hat eine Gesamtanschlussleistung von 75 kVA und arbeitet im Drei-Schicht-Betrieb an bis zu sechs Tagen in der Woche. Um die Steigerung der Energieeffizienz exakt beziffern zu können, wurden sowohl vor als auch nach der Umrüstung der Energieverbrauch detailliert dokumentiert.

Werkzeugmaschinen zur spanenden Bearbeitung von Metall benötigen in der Regel eine Kühlung der Spindeln, um die durch die Antriebstechnik produzierte Wärme abzuführen. Dies geschieht mit einer Flüssigkeitskühlung. Das dazu benötigte Kühlmedium wird nach der Umrüstung der CNC-Drehmaschine durch den Rittal Blue e+ Chiller bereitgestellt. Im Chiller erzeugt ein über einen Inverter geregelter DC-Kompressor die notwendige Kälteleistung. Ein Kreislauf transportiert das Kühlmedium dann zum Verbraucher, etwa zu den Spindeln. Um den Schaltschrank der Werkzeugmaschine ebenfalls effizient zu klimatisieren, wurde das vorhandene Kompressorkühlgerät durch ein Gerät aus der Serie Blue e+ ersetzt.

Energieeffizienz eindrucksvoll erhöht

Mit den neuen energieeffizienten Geräten konnte der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Der neue Chiller verbraucht über 50 Prozent weniger elektrische Energie als der alte Rückkühler. Beim Schaltschrankkühlgerät beträgt die Einsparung sogar über 80 Prozent. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die einfache Bedienung der Geräte: Das Steuerungspanel mit Touchdisplay stellt alle Meldungen in Klartext dar – wahlweise in 21 Sprachen. Der Bediener erhält alle wichtigen Informationen und Statusmeldungen schnell und eindeutig, um umgehend reagieren zu können. Mit der Blue e+ App, die über NFC (Near Field Communication, ein auf der RFID-Technik basierender internationaler Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten) mit den Geräten kommuniziert, lassen sich wichtige Informationen drahtlos übertragen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn mehrere Chiller konfiguriert werden.