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ATR Industrie-Elektronik GmbH: Mit UL-Zertifizierung fit für den US-Markt

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Um eine problemlose Abnahme in Barnwell, South Carolina, zu gewährleisten, war es daher erforderlich, dass die Anlage UL-konform ist.

Für eine Produktionsanlage für Faserplatten in den USA baute ATR Industrie-Elektronik GmbH aus Krefeld eine Schaltanlage mit insgesamt 150 Meter Schaltschränken. Um eine problemlose Abnahme in Barnwell, South Carolina, zu gewährleisten, war es daher erforderlich, dass die Anlage UL-konform ist. Denn wo in Europa die International Electrotechnical Commission (IEC) maßgeblich ist, müssen für den US-amerikanischen Markt die Normen der Underwriters Laboratories (UL) beachtet werden. Und diese sind weitaus strenger. Für Schaltanlagenbauer, die nach Nordamerika exportieren, kein leichtes Unterfangen. Gefragt sind Know-how und kompetente Partner wie Rittal.

„Wir können UL – und sind durch die sehr gute Lieferfähigkeit von Rittal in der Lage, die Geschwindigkeit und die Termintreue, die wir unseren Kunden versprechen, auch einzuhalten.“
Timo Amels, Geschäftsführer, ATR Industrie-Elektronik

Enges Zeitfenster

Die Anlage, die nach Inbetriebnahme bis zu 280.000 m3 Faserplatten pro Jahr produzieren wird, ist der größte Auftrag in der Firmengeschichte der Siempelkamp-Gruppe, zu der ATR gehört. Das Unternehmen liefert für alle Siempelkamp-Unternehmen die Schaltanlagen für die jeweiligen Anlagenteile. Und das Zeitkorsett ist eng: Von der Auftragserteilung bis zur Inbetriebnahme einer Anlage vergehen ein bis maximal eineinhalb Jahre. Da ist eine problemlose Endabnahme der Anlage durch UL ein wichtiger Baustein. Denn im Gegensatz zu den IEC-Normen, sind UL-Normen für den US-amerikanischen Markt in vielen Fällen detaillierter. Anlagen müssen vor der Inbetriebnahme vor Ort von einem Inspektor abgenommen und freigegeben werden. Dabei prüft und zertifiziert dieser die verschiedenen Materialien, Komponenten und Endprodukte auf ihre Betriebssicherheit. Im Falle von UL liegt ein stärkerer Fokus auf dem Personen- und Brandschutz.

Ein typisches Detail bei Schaltanlagen nach UL ist die Verriegelung der Schaltschränke. So muss sichergestellt sein, dass sich die Schaltschranktüren nicht öffnen lassen, wenn die Anlage unter Spannung steht.

UL-listed Komponenten

Neben dem Know-how, wie eine UL-konforme Anlage realisiert wird, ist vor allem wichtig, dass möglichst alle verwendeten Komponenten bereits UL-listed sind. Das ist ein Grund dafür, dass Rittal einer der bevorzugten Lieferanten von ATR ist. So sind beispielsweise die Schaltschränke der Serie TS 8 sowie die Sammelschienensysteme bereits UL-zertifiziert. Auch die Klimatisierungskomponenten sowie weitere Komponenten, etwa die neuen energieeffizienten LED-Schaltschrankleuchten, sind UL-listed und lassen sich damit problemlos einsetzen. Das Qualitätslabor von Rittal ist von UL akkreditiert.

Das Engineering und die Elektroplanung der Schaltanlagen übernimmt das jeweilige Siempelkamp-Unternehmen. Die Elektroplanung geschieht praktisch ausschließlich in Eplan Electric P8 und wird ATR dann zur Verfügung gestellt.

Termingerechte Lieferungen und durchgängige Datenhaltung

ATR zeichnet sich durch die internationale Ausrichtung und der absoluten Termintreue aus. Wichtige Vorrausetzung dafür ist die optimale Zusammenarbeit mit den Lieferanten. So sind insbesondere die Just-in-Time-Lieferungen von Rittal unverzichtbar für eine reibungslose Fertigung. Zweimal pro Woche liefert ein großer Sattelzug Schaltschränke, Gehäuse und andere Komponenten. Ein eigenes Zwischenlager vor Ort sorgt für zusätzliche Flexibilität.

Bei ATR arbeitet man bereits an der Zukunft des Schaltanlagenbaus. Im Mittelpunkt steht dabei die Digitalisierung. Die Durchgängigkeit der Datenhaltung ist eines der Ziele. Die Daten über die Rittal Produkte, die auf der Website und im Eplan Data Portal zur Verfügung gestellt werden, sind präzise und vollständig, so ATR. Bereits in Planung ist ein automatisches Routing der Kabel auf Basis von Aufbauplänen, bei dem die Kabellängen automatisch erstellt werden. Um auch in der Verdrahtung auf ein papierloses Verfahren umzustellen, ist der Einsatz von Tablets in Planung. Freigegebene Dokumente lassen sich von Anwendern auf Knopfdruck zu Ausgabeaufträgen zusammenführen und bearbeiten – komplett regelbasiert.