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Ripploh: Bis zu 1.500 Drähte in acht Stunden

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Die Automatisierung immer weiter voranzutreiben ist das Ziel von Andreas Ripploh. In seinem Unternehmen Ripploh Elektrotechnik & Engineering ist jetzt beispielsweise ein Wire Terminal von Rittal in Betrieb, das die Produktivität in der Drahtkonfektionierung deutlich erhöht. Bis zu 1.500 Drähte kann die neue Maschine innerhalb einer 8-Stunden-Schicht konfektionieren. Und da, nachdem ein Auftrag gestartet wurde, kein Eingriff eines Bedieners mehr notwendig ist, produziert das Wire Terminal über Nacht nochmals die gleiche Menge. „Der Mitarbeiter kann morgens die Drähte aus der Maschine entnehmen und direkt mit dem Verdrahten beginnen“, erklärt Ripploh. Die verschiedenen Arbeitsschritte, Ablängen, Abisolieren, Crimpen und Beschriften der Leitungen, erledigt das Wire Terminal vollautomatisch.

„Mit dem Wire Terminal steigt die Produktivität bei der Drahtkonfektionierung um das Vierfache.“Andreas Ripploh, Inhaber und Geschäftsführer von Ripploh Elektrotechnik & Engineering

Durchgängige Digitalisierung

Sämtliche Prozesse bei Ripploh sind stark digitalisiert und nach Möglichkeit automatisiert. Die im Engineering erzeugten Daten werden dafür verwendet, um die Prozesse in der Werkstatt zu steuern. Die 3D-Planung in Eplan Pro Panel liefert etwa die Daten für die CNC-Maschine zur Flachteilbearbeitung und für die vollautomatische Drahtkonfektionierung. Jeder Mitarbeiter hat ein iPad, das ihn mit den Aufträgen und allen notwendigen Informationen versorgt. Schaltschränke, kommissionierte Komponenten und jetzt auch die Magazine mit den über das Wire Terminal konfektionierten Drähten sind mit QR-Codes versehen. Der Mitarbeiter scannt den QR-Code mit seinem iPad und kann dann den Auftrag abarbeiten. „Nur wenn auf dem Server die freigegebenen Pläne vorliegen, kann der Mitarbeiter beispielsweise mit dem Verdrahten beginnen“, erklärt Ripploh. Auf dem iPad bekommt der Mitarbeiter zusätzlich noch die Verlegewege für die Verdrahtung angezeigt. Dies sorgt nicht nur für eine hohe Effizienz und Geschwindigkeit, sondern gleichzeitig wird die Wahrscheinlichkeit für Fehler stark reduziert.

Das neue Wire Terminal fügt sich perfekt in den digitalisierten Workflow des Steuerungs- und Schaltanlagenbauers ein. Für den Firmenchef hat das Wire Terminal aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: „Die Sequenz – also die Reihenfolge, in der die Drähte konfektioniert und in den Schienen abgelegt werden, – können wir jetzt vorgeben.“ Diese Funktionalität ist sehr wichtig für die Effizienz der Verdrahtung. Je nach Auftrag kann die Verdrahtung in der optimalen Reihenfolge und dadurch effizient und schnell erfolgen.

Mehr Durchsatz mit weniger Fachkräften

Mit der umfangreichen Automatisierung und Digitalisierung hat der Steuerungs- und Schaltanlagenbauer schon viel erreicht, meint der Firmenchef: „Wir können heute mit der gleichen Anzahl an Mitarbeitern deutlich mehr Aufträge abwickeln als noch vor ein paar Jahren.“ Das ist vor allem deswegen wichtig, da qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt praktisch nicht zur Verfügung stehen. Da der digitalisierte Workflow die Arbeitsabläufe in der Werkstatt sehr restriktiv vorgibt, ist es außerdem möglich, dass auch angelernte Mitarbeiter einen Teil der Aufgaben übernehmen. Die nächsten Schritte in Richtung weitere Automatisierung sind bei Ripploh auch schon in der Vorbereitung. Da das Wire Terminal die konfektionierten Drähte in seinen Ordnungsmagazinen definiert ablegt, ist eine Übergabe an einen Roboter, der dann die Verdrahtung durchführt, durchaus denkbar. „Wir arbeiten bereits daran und sind überzeugt, dass wir in etwa zwei Jahren mit Unterstützung eines Roboters verdrahten können“, wagt Ripploh einen Blick in die Zukunft.