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Alois PÖTTINGER Maschinenfabrik GmbH: IT-Freecooling spart Strom

Wie man ein Rechenzentrum gelungen mit Energieeffizienz verbindet, zeigt das neue Rechenzentrum des Landmaschinenherstellers Pöttinger aus Grieskirchen. Mit einer Freecooling-Lösung von Rittal setzt das Unternehmen seinen Kurs Richtung Nachhaltigkeit auch in der IT weiter fort.

„Zusammen mit dem Gebäudemanagement arbeiten wird schon seit einigen Jahren daran, weniger Strom im Serverraum zu verbrauchen. Mit dem gegenständlichen Projekt haben wir da sicher einen richtungsweisenden Schritt gemacht.“
DI Gerhard Wagner, Abteilungsleiter IT bei Alois Pöttinger Maschinenfabrik GmbH

Der oberösterreichische Familienbetrieb Alois Pöttinger Maschinenfabrik GmbH erzeugt seit mehr als 140 Jahren Geräte für Bodenbearbeitung, Aussaat, Heugeräte und Erntetechnik. 2013 hat das Unternehmen das Motto „Arbeitswelt 2015“ ausgerufen. Neben dem Ausbau der Fertigungskapazitäten wurde auch das Verwaltungsgebäude in Grieskirchen umgebaut und erweitert. Die Neugestaltung machte natürlich auch vor der IT-Abteilung nicht Halt.

Rittal als Generalunternehmer

„Das Wissen über den Neubau eines Rechenzentrums war allerdings nicht besonders überschwänglich“, erzählt Ing. Benedikt Hartl, Abteilungsleiter IT Systemadministration. So landete man auf der Suche nach einem Generalunternehmer mit viel Eigenleistung schließlich bei Rittal. Und hier kennt man sich mit dem Neubau von Rechenzentren aus.

Freecooling hat überzeugt

Von seiner Kompetenz überzeugen konnte Rittal die IT-Verantwortlichen von Pöttinger vor allem mit dem Thema Freecooling. Ein Chiller, im Freien aufgestellt, nützt hier die Umgebungstemperatur zur Kühlung des Kühlmediums der Rittal LCPs. Im Alpenraum ist diese Variante sicher die effizienteste. Denn hier liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei ca. 9°C. Das bedeutet, man kann rund die Hälfte des Jahres die freie Kühlung verwenden.

Im laufenden Betrieb umgebaut

Das neue Rechenzentrum konnte schließlich in nur acht Monaten realisiert werden. Auf rund 40 m2 ist angrenzend an die Produktionshalle das neue Rechenzentrum entstanden. Sieben Serverschränke, fünf Liquid Cooling Packages, eine drei-phasige USV sowie ein Batterieschrank von Rittal stehen seit März 2015 hier. Rund sechs Wochen hat es bis zur Fertigstellung, inkl. Doppelbodenaufbau, Einbau der Schränke, der Stromverteilung etc. gedauert. Innerhalb von vier Wochen waren sämtliche IT-Komponenten umgebaut. „Wir haben das meistens im laufenden Betrieb gemacht. Da fast alle Komponenten redundant ausgelegt waren, sind kaum Down-Times entstanden. Lediglich einen Sonntagvormittag stand die IT völlig still“, freut sich Gerhard Wagner über den reibungslosen Ablauf.

Die Überwachung der Racks und des Raumes erfolgt über das Rittal Computer Multi Control System, kurz CMC. Leckagesensoren sowohl im Doppelboden als auch in der Zwischendecke sorgen ebenso wie Temperatur- und Feuchtesensoren für die Kontrolle der wichtigen Parameter. Zusätzlich wird auch die Außentemperatur mitaufgezeichnet um den Freecoolingwert sicher zu stellen.

Mit einer durchschnittlichen Energieeinsparung von rund € 20.000 im Jahr leistet das neue Rechenzentrum auch seinen wirtschaftlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Unternehmen. Und die erste technische Bewährungsprobe hat die Cooling-Lösung auch schon hinter sich. „Der extrem heiße Sommer 2015 war völlig problemlos und im Vergleich zu früher nicht zu spüren“, zeigen sich Wagner und Hartl begeistert.