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Airbus: Flugsimulationen als Sicherheitstests

Die insgesamt 28 Testplätze im Airbus-Werk sind alle ähnlich ausgestattet. Und bei allen spielt die Zuverlässigkeit eine große Rolle.

Mit einem Flugzeug kann man nicht einfach rechts ranfahren, wenn etwas nicht stimmt. Sicherheit und Zuverlässigkeit haben in der Luftfahrt Priorität. Bevor ein A320 von der Startbahn des Airbus Werks in Hamburg-Finkenwerder das erste Mal abhebt, sind umfangreiche Tests und Simulationen der Flugzeugfunktionen notwendig. Die leistungsfähigen Simulationsrechner, die zusammen mit der Hardware in einem Schaltschrank installiert sind, müssen dabei ausreichend gekühlt werden, damit sie nicht wegen Überhitzung ausfallen. Nachdem die Hardware insbesondere in heißen Sommermonaten häufig Probleme verursachte, hat Airbus entschieden, Kühlgeräte der Serie Blue e+ von Rittal in den Schaltschränken einzusetzen.

Leistungsfähige Simulationsrechner

„Je nach Ausstattung summieren sich die gesamten Tests bei einem A320 auf rund 400 Stunden“, sagt Volker Jacobs, der als Abteilungsleiter für die Gruppe Funktionstest in der vierten Endmontagelinie des A320 verantwortlich ist. Hier werden sämtliche Manöver und Abläufe, die während des Flugs und am Boden im täglichen Betrieb vorkommen, überprüft. Alle Funktionen, die der Airbus benötigt, um sicher zu fliegen, müssen absolut zuverlässig funktionieren. Jeweils drei Rechner, auf denen die komplexen Simulationsprogramme laufen, sind über Ein- und Ausgabemodulen an die Sensoren und Aktoren des Flugzeugs angeschlossen. Vom Schaltschrank mit der Hardware gehen armdicke Kabelstränge ins Innere des Flugzeugs. So können beispielsweise Drehzahlen der Triebwerke oder die Signale der Messgeräte zur Geschwindigkeitsmessung simuliert werden. Und auch Ausgangssignale werden von den Rechnern erfasst. „Die gesamte Hardware entwickelt im Betrieb viel Wärme und muss deswegen gekühlt werden“, erklärt Jacobs.

„Wir schalten die Blue e+ Kühlgeräte morgens an und dann laufen sie absolut zuverlässig.“

Volker Jacobs, Abteilungsleiter Funktionstest, Airbus

Zuverlässigkeit hat Priorität

Die insgesamt 28 Testplätze im Airbus-Werk sind alle ähnlich ausgestattet. Und bei allen spielt die Zuverlässigkeit eine große Rolle. „Wenn die Kühlung der Simulationsrechner ausfallen würde, könnten wir die Tests nicht durchführen“, bringt es Jacobs auf den Punkt. Nachdem die Hardware speziell im Sommer häufig Probleme verursachte, hat Airbus entschieden, Kühlgeräte der Serie Blue e+ von Rittal in den Schaltschränken einzusetzen. Diese schützen die empfindliche Hardware zuverlässig vor Überhitzung. Nur so ist garantiert, dass der Teststand an mindestens fünf Tagen in der Woche im Zweischicht-Betrieb in Betrieb sein kann. Die Funktion der Kühlgeräte wird ständig überwacht. Eine Warnleuchte alarmiert das Personal sofort, falls ein Kühlgerät einmal ausfallen sollte.

Umrüstung auch in den Werken in China und USA

Auch die einfache Bedienung der Blue e+ Kühlgeräte hat die Verantwortlichen bei Airbus überzeugt. Sämtliche Parameter lassen sich einfach über die beiden Tasten an dem Bedienpanel einstellen. Außerdem zeigt das Display Status- und Fehlermeldungen im Klartext an. „Die Qualität stimmt und der Support von Rittal ist sehr gut“, fasst Jacobs seine positiven Erfahrungen zusammen. Aufgrund dieser guten Erfahrungen hat Airbus die Teststände an den Standorten USA und China, die identisch aufgebaut sind, ebenfalls mit den neuen Blue e+ Kühlgeräten nachgerüstet.