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Meurer-etechnik: Investition sichert Wettbewerbsfähigkeit

Meurer-etechnik hat Engineering, Arbeitsvorbereitung und Produktion ganzheitlich neu organisiert.

In der Vergangenheit haben Kundenforderungen nach kurzen Lieferzeiten den Schaltanlagenbauer Meurer-etechnik regelmäßig vor Probleme gestellt. „Eine Lieferzeit von zwei Wochen bei Abrufaufträgen für eine fertige Schaltanlage zuzusagen, war früher undenkbar“, erinnert sich Dietmar Meurer, Inhaber und Geschäftsführer von Meurer-etechnik. Für diese Herausforderungen hat sich der Firmeninhaber gewappnet, indem er in den vergangenen Jahren massiv in Automatisierung und Digitalisierung investiert hat. Das macht sich für den Mittelständler mit 35 Mitarbeitern bezahlt. Kürzere Lieferzeitanforderungen stellen heute kaum mehr ein Problem dar und auch der rund 30 Prozent höhere Durchsatz in der Fertigung macht sich positiv bemerkbar, wie Dietmar Meurer erzählt: „Für manche Kunden sind wir erst jetzt attraktiv geworden, weil wir Stückzahlen liefern können, die früher schlichtweg nicht realisierbar waren.“

„Mit Rittal ist unsere Fertigung zum funktionierenden System geworden.“Dietmar Meurer, Inhaber und Geschäftsführer von Meurer-etechnik

Alle Prozesse auf dem Prüfstand

Eine neue Maschine allein ist nicht die allein entscheidende Maßnahme, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. „Wenn wir in eine Maschine investieren, dann müssen alle Prozesse auf den Prüfstand, die Planung vernünftig angegangen werden und am Ende alle Daten durchgängig sein“, sagt Dietmar Meurer. Und diese Strategie hat der mittelständische Steuerungs- und Schaltanlagenbauer erfolgreich umgesetzt. Meurer-etechnik hat Engineering, Arbeitsvorbereitung und Produktion ganzheitlich neu organisiert. Meurer-etechnik hat sowohl im Engineering als auch in der Werkstatt investiert. Die Elektroplanung erfolgt in Eplan Electric P8, und im Anschluss wird ein 3D-Modell des Schaltschranks in Eplan Pro Panel erzeugt. Die dabei erzeugten Daten werden anschließend unter anderem in der Werkstatt verwendet, um dort die automatisierten Anlagen anzusteuern. Eine der großen Investitionen, die Dietmar Meurer dort getätigt hat, ist ein CNC-Bearbeitungszentrum vom Typ Perforex BC von Rittal Automation Systems. Dieses erledigt vollautomatisch das Bohren, Fräsen und Gewindeschneiden an Flachteilen und Gehäusen. Zuvor mussten die Schaltschrankteile allesamt von Hand angezeichnet und anschließend mechanisch mit konventionellen Werkzeugen bearbeitet werden. Durch die Inbetriebnahme der Perforex BC und einer ebenfalls automatisierten Drahtkonfektionierung konnte der Durchsatz in der Werkstatt um 30 Prozent gesteigert werden. Keine Komponente steht mehr für sich allein, alle Abläufe sind als System miteinander verbunden. Ganzheitliche Lösungen ermöglichen auch die ganzheitliche Steigerung von Produktivität und Effizienz in der Produktherstellung. „Man darf nicht den Fehler machen, eine Investition isoliert einer Amortisationszeit gegenüberzustellen“, rät Dietmar Meurer. Hier muss der Unternehmer über den Tellerrand schauen. Und auch erkennen, dass Verbesserungen nie völlig abgeschlossen sind.

Die Entscheidung, fünf- oder sogar sechsstellige Beträge in automatisierte Maschinen zu investieren, ist Dietmar Meurer nicht leichtgefallen, weil auch die Frage nach der Amortisation im Raum stand: „Solche Rechenspiele nutzen mir aber nicht viel. Viel wichtiger ist die Überlegung, ob wir ohne moderne Automatisierungstechnik in drei, fünf oder zehn Jahren noch wettbewerbsfähig sind oder überhaupt noch auf dem Markt agieren können.“